Frisch und sicher durch den Verkehr!
Wussten Sie, dass Ihre Klimaanlage bis zu 10 % Kältemittel im Jahr verlieren kann? Das führt nicht nur zu einer schlechteren Kühlleistung, sondern im schlimmsten Fall zu Schäden an einzelnen Komponenten – bis hin zum Totalausfall! Eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage trägt dazu bei, dass diese auch weiterhin problemlos funktioniert.
Klima-Check und Klima-Service können bares Geld sparen, da mögliche Schäden rechtzeitig entdeckt werden, bevor es zu einem Totalausfall kommt.
Klima-Check und Klima-Service sorgen für Sicherheit, da Sie sich bei angenehmen Temperaturen optimal auf den Verkehr konzentrieren können
Klima-Check und Klima-Service sorgen für Gesundheit, da Staub, Pollen, Pilze und Bakterien erfolgreich aus dem Fahrzeuginnenraum ferngehalten werden.
Eine regelmäßig gewartete, gut funktionierende Klimaanlage spielt auch bei E- und Hybrid-Fahrzeugen eine wichtige Rolle für die Kühlung der temperaturempfindlichen Antriebsbatterie und beeinflusst deren Langlebigkeit sowie die Reichweite des Fahrzeugs positiv.
Sicherheit und Gesundheit stehen im Vordergrund!
Zwei Themen stehen beim Klima-Check im Vordergrund: Sicherheit und Gesundheit! Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Konzentrationsfähigkeit mit zunehmender Temperatur abnimmt und der Körper schneller ermüdet. Gleichzeitig nimmt die Reaktionszeit zu. Dadurch steigt das Unfallrisiko erheblich. Die Klimaanlage im Fahrzeug kühlt den Innenraum auf eine angenehme Temperatur ab und entfeuchtet gleichzeitig die Luft. Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit bleiben somit über einen längeren Zeitraum erhalten.
In der schwer zugänglichen, dunklen und feuchten Umgebung in den Lamellen des Verdampfers bildet sich Kondenswasser – das ist der Nährboden für Bakterien und Pilze. Deshalb wird beim Klima-Check der Verdampfer desinfiziert!
Zum Klima-Check gehört somit auch immer der regelmäßige Austausch des Innenraumfilters. Er filtert Staub, Pollen und Schmutzpartikel aus der Luft, bevor sie zu Ihnen in den Innenraum gelangen können. Das verbessert die Luft und erhöht die Sicherheit, da Sie beim Fahren sicher weniger niesen müssen!
Der Filter-Trockner entfernt Schmutzpartikel aus dem Kältemittel und bindet die Feuchtigkeit. Aber die Aufnahmemenge des Filter-Trockners ist begrenzt, deshalb empfiehlt es sich diesen bei älteren Fahrzeugen und/oder hohen Laufleistungen vorsorglich auszutauschen, damit die Klimaanlage vor Beschädigungen durch Feuchtigkeit im System geschützt wird.
Wie oft muss mein Auto zum Klima-Check oder Klima-Service?
Nehmen Sie sich etwas Zeit zur Wartung Ihrer Klimaanlage und lassen Sie regelmäßig einen Klima-Check und Klima-Service in Ihrer Fachwerkstatt durchführen. Üblich sind folgende Intervalle:
Klima-Check (1 x im Jahr oder alle 15.000 km)
- Austausch des Innenraumfilters
- Sichtprüfung aller Komponenten
- Funktions- und Leistungsprüfung
- Ggf. Desinfektion des Verdampfers
Klima-Service (alle 2 Jahre)
- Alle Leistungen des Klima-Checks (s. o.)
- Ggf. Tausch des Filter-Trockners
- Wechseln des Kältemittels
- Prüfung der Dichtigkeit
- Ggf. Desinfektion des Verdampfers
Auf einen Blick: Flyer Klima-Check
In unserem Flyer zum Thema Klima-Check haben wir noch einmal übersichtlich alles zusammengefasst, was Sie darüber wissen müssen – und was passiert, wenn eine Klimaanlage nicht regelmäßig geprüft wird
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Pinguin Ole erklärt die Wichtigkeit eines regelmäßigen Klima-Checks
Sie möchten es im Detail wissen, wie Ihre Klimaanlage funktioniert?
Aufbau einer Klimaanlage bei Verbrennungsmotoren:
Die Fahrzeugklimaanlage arbeitet ähnlich wie ein Kühlschrank im Haushalt. In beiden Fällen wird mit Hilfe eines Kompressors Kältemittel durch das geschlossene System gepumpt. Dieses entzieht dem zu kühlenden Innenraum Wärme und leitet sie nach außen ab.
Im Gegensatz zum Kühlschrank, dessen Kompressor elektrisch angetrieben wird, erfolgt der Antrieb einer Fahrzeugklimaanlage mechanisch (Ausnahme: in Elektro- und Hybridfahrzeugen) über einen Keil- oder Rippenriemen. Die einzelnen Bauteile des Kühlsystems liegen beim Kühlschrank dicht beieinander und sind meistens durch Kupferleitungen mit nur wenigen zu lösenden Verbindungselementen miteinander verbunden.
Im Fahrzeug hingegen sind die Leitungen wesentlich länger. Konstruktionsbedingt werden auch flexible Schlauchleitungen verwendet. Es gibt wesentlich mehr Verbindungselemente. Der Kältemittelverlust ist beim Kühlschrank sehr gering, da dieser stationär betrieben wird, sich die Betriebsbedingungen (Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Ein- und Ausschaltphasen) nur selten ändern und die Leitungen aus Metall bestehen. Aufgrund des Leitungsmaterials und der wenigen Verbindungselemente gelangt Feuchtigkeit nur sehr geringfügig in das System. Darum ist es –entgegen einer Fahrzeugklimaanlage – wartungsfrei.
Detaillierte Einblicke wie die Klimaanlage bei Verbrennungsmotoren funktioniert finden Sie in unserem TechTool.
Funktionsweise einer Klimaanlage bei E-Fahrzeugen:
Das Thermomanagement von Verbrennern und E-Antrieben ist technisch ähnlich aufgebaut, bei E-Antrieben jedoch komplexer. Traktionsbatterie, E-Motor und Leistungselektronik haben unterschiedliche Temperaturanforderungen, die sehr genau eingehalten werden müssen. Dafür sind mehrere Kühl- und Kältekreisläufe notwendig. Eine richtige Temperierung hat sowohl Einfluss auf die Langlebigkeit dieser Komponenten als auch auf die Reichweite von E-Fahrzeugen. Neben der Klimatisierung des Innenraums trägt die Klimaanlage somit auch zur Kühlung der für den E-Antrieb wichtigen Komponenten bei. Eine gut funktionierende und gewartete Klimaanlage ist daher von großer Bedeutung!
Je leistungsstärker die Batterien sind, desto komplexer müssen die kühl- und kältemittelbasierenden Kreisläufe ausgelegt sein. Das gesamte Kühlsystem unterteilt sich in mehrere Kreisläufe, die über je einen eigenen Niedertemperaturkühler, eine Kühlmittelpumpe, ein Thermostat und ein Kühlmittelabsperrventil verfügen. Über einen besonderen Wärmetauscher (Chiller) ist der Kältemittelkreislauf der Klimaanlage mit eingebunden.
Die Temperatur des Kühlmittels für den E-Motor und der Leistungselektronik wird in einem gesonderten Kreislauf (innerer Kreislauf der Grafik) mit Hilfe eines Niedertemperaturkühlersauf unter 60 °C gehalten. Um die volle Leistung zu erzielen und eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten, ist es notwendig, die Kühlmitteltemperatur der Batterie stets zwischen ca. 15 °C und 35 °C zu halten. Bei zu niedrigen Temperaturen wird das Kühlmittel über einen Hochvolt-Zuheizer erwärmt. Bei zu hohen Temperaturen wird es über einen Niedertemperaturkühler abgekühlt. Sollte dies nichtausreichen, wird mittels des Chillers das Kühlmittel weiterheruntergekühlt. Dabei durchströmt das Kältemittel der Klimaanlage den Chiller und kühlt das ebenfalls durch den Chiller fließende Kühlmittel weiter ab (indirekte Batteriekühlung über das Klimasystem). Die gesamte Regelung erfolgt mit Hilfe von einzelnen Thermostaten, Sensoren, Pumpen und Ventilen.
Eine wichtige Aufgabe stellt auch die Kühlung der Batterie während des Schnellladens dar. Die Ladeverluste bei Elektrofahrzeugen betragen etwa 10 %. Durch die Ladeverluste entsteht Wärme in der Batterie, die vom Kühlsystem abgeführt werden muss. Da beim Laden der Fahrtwind fehlt, ist der Klimakompressor entsprechend stark ausgelegt.
Detaillierte Einblicke wie die Klimaanlage bei E-Fahrzeugen funktioniert finden Sie in unserem TechTool.
Weitere hilfreiche Antworten auf häufige Fragen zur Nutzung und Wartung von Fahrzeugklimaanlagen finden Sie hier.
Warum sollte eine Klimaanlage gewartet werden?
- Da jährlich bis zu 10 Prozent des Kältemittels verloren gehen können.
- Weil ansonsten die Ölversorgung des Klimakompressors gefährdet sein kann.
- Weil durch Feuchtigkeit im System teure Reparaturen entstehen können.
Jährlich können bis zu 10 Prozent des Kältemittels aus dem System durch Schläuche und Verbindungselemente verloren gehen. Dadurch kann die Kühlleistung schon nach drei Jahren spürbar nachlassen.
Darüber hinaus dient das Kältemittel, welches durch das Klimasystem zirkuliert, als Trägermedium für das sich ebenfalls im System befindliche Öl. Dieses Öl benötigt der Klimakompressor zur Schmierung. Befindet sich zu wenig Kältemittel im System, besteht die Gefahr, dass der Kompressor nicht mehr ausreichend geschmiert wird. Dies kann zum Totalausfall des Kompressors führen. Die dann notwendigen Reparaturkosten können bis zu 1.000 Euro betragen. Diese Gefahr lässt sich durch eine jährliche Überprüfung der Klimaanlage minimieren. Zusätzlich nimmt das Kältemittel über die Schläuche Feuchtigkeit von außen auf. Ein Teil der Feuchtigkeit kann vom Filter-Trockner des Klimasystems festgehalten werden. Der Sättigungsgrad ist aber nach rund zwei Jahren Betriebsdauer erreicht. Wird der Filter-Trockner nicht regelmäßig erneuert, führt der hohe Wasseranteil im System zur Korrosionsbildung.
Überhöhter Verschleiß und mechanische Schäden der Systemkomponenten sind vorprogrammiert. Auch besteht die Gefahr der Vereisung des Expansionsventils. Dies kann zu erheblichen Betriebsstörungen bis hin zum Ausfall der Klimaanlage führen.
Die Gefahr hoher Reparaturkosten lässt sich durch den regelmäßigen Austausch des Filter-Trockners minimieren.
Warum sollte eine Klimaanlage regelmäßig desinfiziert werden?
- Durch sich am Verdampfer angesiedelte Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen können muffige Gerüche entstehen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden.
Der Verdampfer ist unterhalb der Armaturentafel eingebaut und im Lüftungssystem integriert. Dieser schwierig zugängliche Ort bietet in seiner dunklen und feuchten Umgebung die idealen Voraussetzungen zur Entstehung von Bakterien, Pilzen und Mikroorganismen. Grundlage hierfür sind Schmutzpartikel, die sich aus der Umgebungsluft in den Lamellen des Verdampfers festsetzen.
Diese unerwünschten Erreger gelangen über das Lüftungssystem in den gesamten Fahrzeuginnenraum. Bei vielen Menschen verursachen diese Erreger allergische Reaktionen (Niesen, Husten, tränende Augen). Durch die Mikroorganismen entsteht zusätzlich ein modriger, schlechter Geruch.
Durch eine regelmäßige Desinfektion des Verdampfers werden die vorhandenen Mikroorganismen abgetötet. Bei einer sach- und fachgerechten Ausführung ist die Desinfektion gesundheitlich unbedenklich.
Warum ist es notwendig, dass der Innenraumfilter jährlich bzw. alle 15.000 km ausgetauscht wird?
- Da der Luftdurchlass des Innenraumfilters mit zunehmender Betriebsdauer abnimmt, ist ein regelmäßiger Austausch notwendig und auch von den Fahrzeugherstellern vorgeschrieben.
- Ein verstopfter Innenraumfilter kann den Gebläsemotor zerstören.
- Beschlagene Scheiben sind oftmals auf einen verschmutzten Filter zurückzuführen.
- Schlechte Gerüche können auch vom Innenraumfilter herrühren.
Der Innenraumfilter besteht in der Regel aus einem Mikrofaservlies, das Staub, Schmutz und Pollen aus der Luft filtert. Bei einem Aktivkohle- Innenraumfilter werden auch gasförmige Schadstoffe (Kohlenwasserstoffverbindungen, Ozon) zurückgehalten. Wenn man bedenkt, dass bis zu 300 Kubikmeter Außenluft pro Stunde durch den Filter strömen, kann man sich vorstellen, dass der „Sättigungsgrad“ nach gut einem Jahr bzw. 15.000 km erreicht ist und der Filter ausgetauscht werden muss. Geschieht dies nicht, vermindert sich der Luftdurchsatz. Der Innenraumgebläsemotor wird dadurch stärker belastet und kann im Extremfall durch Überhitzung zerstört werden.
Als weitere Folge eines verschmutzten Filters kommt es durch die zu feuchte Luft des Innenraums zum Beschlagen der Scheiben. Die vom Filter zurückgehaltenen Schmutzpartikel reagieren im Laufe der Zeit mit der Luftfeuchtigkeit. Bei Überalterung des Filters kann dies auch zu einer Geruchsentwicklung führen.
Gut zu wissen! Gegenüber herkömmlichen Innenraumfiltern sorgen CareMetix®-Innenraumfilter von MAHLE außerdem dafür, dass weder intensive Gerüche, Schimmel, Bakterien noch Allergene in den Fahrzeuginnenraum gelangen.
Warum muss der Filter-Trockner ausgetauscht werden?
- Der Filter-Trockner entzieht dem Klimasystem Feuchtigkeit und Schmutzpartikel, um es vor Schäden zu schützen und eine optimale Kälteleistung zu gewährleisten.
Ein Teil der Feuchtigkeit kann vom Filter-Trockner, der je nach System auch Akkumulator genannt wird, des Klimasystems festgehalten werden. Der Sättigungsgrad ist jedoch nach rund zwei Jahren Betriebsdauer erreicht. Wird der Filter-Trockner nicht regelmäßig erneuert, führt der hohe Wasseranteil im System zur Korrosionsbildung.
Überhöhter Verschleiß und mechanische Schäden der Systemkomponenten sind vorprogrammiert. Auch besteht die Gefahr der Vereisung des Expansionsventils. Dies kann zu erheblichen Betriebsstörungen bis hin zum Ausfall der Klimaanlage führen.
Gibt es Ausnahmen vom zweijährigen Wechselintervall des Filter-Trockners/ Akkumulators?
- Fahrzeughersteller schreibt Wechsel nicht vor und Fahrzeug befindet sich noch in der Garantie-/Gewährleistungsfrist.
- Filter-Trockner und Kondensator bilden eine feste Einheit.
- Überdurchschnittlich hoher Zeitaufwand.
- Klimaanlage ist undicht.
In wenigen bestimmten Fällen gibt es Ausnahmen, die es rechtfertigen, vom zweijährigen Wechselintervall des Filter-Trockners oder Akkumulators abzuweichen:
Befindet sich ein Fahrzeug noch in der Garantie-/Gewährleistungsfrist des Herstellers und schreibt dieser den Austausch des Filter-Trockners/Akkumulators in bestimmten Intervallen nicht vor, kann während eines normalen Klima-Services auf den Austausch verzichtet werden.
Dies sollte allerdings in Abstimmung mit dem Kunden bzw. dem Fahrzeughersteller geschehen. Bei einigen wenigen Fahrzeugen bilden der Filter-Trockner und der Kondensator eine nicht trenn- und auswechselbare Einheit. Hier ist es aufgrund des enormen Arbeits- bzw. Kostenfaktors nicht zwingend notwendig alle zwei Jahre die komplette Einheit zu wechseln.
Dies gilt auch für die wenigen Fahrzeugtypen, bei denen der Austausch des Akkumulators/Filter-Trockners mit einem überdurchschnittlich hohen Zeitaufwand verbunden ist. Hier ist zu überlegen und abzuwägen, inwiefern ein drei oder vierjähriges Wechselintervall ausreicht. Sollte sich herausstellen, dass das Klimasystem undicht ist und kein Kältemittel mehr vorhanden ist, so muss der Filter-Trockner/Akkumulator auf jeden Fall erneuert werden, auch wenn er noch keine zwei Jahre alt ist. Siehe hierzu auch „Warum muss der Filter-Trockner erneuert werden?“.
Tipp: Durch jährliches, längeres Evakuieren kann bei o. g. „Problemfällen“ ein Filter-Trockner-/Akkumulator-Wechsel hinausgezögert werden.
Was hat eine Klimaanlage mit dem Thema Sicherheit zu tun?
- Schnellere Ermüdung bei Hitze.
- Konzentrationsfähigkeit sinkt.
- Reaktionszeit nimmt zu.
- Unfallrisiko steigt.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Konzentrationsfähigkeit mit zunehmender Temperatur abnimmt und der Körper schneller ermüdet. Gleichzeitig nimmt die Reaktionszeit zu. Dadurch steigt das Unfallrisiko erheblich. Die Klimaanlage im Fahrzeug kühlt den Innenraum auf eine angenehme Temperatur ab und entfeuchtet gleichzeitig die Luft.
Die Insassen fühlen sich wohl. Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit bleiben somit über einen längeren Zeitraum erhalten.
Wie kann Feuchtigkeit in das Klimasystem gelangen?
- Schläuche sind wasserdampfdurchlässig.
- Die meisten Öle, die mit dem Kältemittel im Klimasystem zirkulieren, sind hygroskopisch
(wasseranziehend).
Obwohl Klimaschläuche aus verschiedenen Lagen bestehen, sind sie nicht hundertprozentig gasdicht. So wie Kältemittel durch die Schläuche an die Außenluft gelangt, dringt Wasserdampf (Luftfeuchtigkeit) von außen durch den Schlauch nach innen.
Das mit dem Kältemittel durch die Schläuche zirkulierende Öl ist hygroskopisch und zieht Feuchtigkeit an sich.
Wie lassen sich die einzelnen Begriffe Klima-Check, -Service, -Wartung, -Test definieren?
- Klima-Check und -Test beinhalten die Überprüfung bestimmter Parameter ohne Austausch des Kältemittels.
- Klima-Service und -Wartung beinhalten eine komplette Überprüfung einschließlich Austausch des Kältemittels und diverser Teile.
Die Frage, was ein Check, ein Service usw. ist, wird immer wieder gestellt. Einheitliche Definitionen im Markt gibt es dafür leider noch nicht, wobei die Begriffe Check und Test sowie Service und Wartung als gleichgestellt betrachtet werden können. Als Klima-Fachbetrieb sollte man sich an folgende Vorgehensweise halten:
Ein Check bzw. Test sollte jährlich durchgeführt werden und dient der Überprüfung von wichtigen Parametern wie Hochdruck, Niederdruck und Ausströmtemperatur an der Mitteldüse. Hieraus lassen sich grobe Aussagen über den Zustand des Klimasystems ableiten und gravierende Fehler können unter Umständen sofort erkannt werden.
Der Innenraumfilter sollte hierbei auf jeden Fall mit überprüft bzw. ausgetauscht werden. Weiterhin schließt ein Check/ Test die Sichtprüfung aller relevanten und leicht zugänglichen Bauteile des Klimasystems mit ein.
Warum gibt es je nach Werkstatt zum Teil erhebliche Preisunterschiede für einen Klima-Service?
- Unterschiedlicher Umfang der durchgeführten Arbeit.
- Verschiedene Definitionen von Klima-Check, Klima-Service usw.
Die zum Teil erheblichen Preisunterschiede verschiedener Anbieter eines Klima-Checks oder Klima-Services resultieren aus dem unterschiedlichen Umfang der durchgeführten Arbeiten. Die im Markt verwendeten Begriffe Klima-Check, -Service, -Wartung, -Test sind nicht einheitlich definiert.
Dadurch entfallen bei einigen Anbietern z. B. komplette Arbeitsvorgänge, was natürlich zu einem günstigeren Preis führt. Vergleichen lassen sich die Angebote erst dann, wenn die Prüfinhalte, die durchgeführten Arbeiten und die eventuell ausgetauschten Teile auch identisch sind.
Warum wird das Thema „Klima rund ums Auto” so forciert? Ist das nicht reine „Geldmacherei”?
- Nein! Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage die Entstehung von Schäden und somit teure Reparaturen verhindern kann.
Noch vor einigen Jahren herrschte die Auffassung, dass es sich bei einer Klimaanlage um ein geschlossenes System handelt, welches keiner Wartung bedarf. Man hat allerdings im Laufe der Zeit festgestellt, dass bei einem möglichen Verlust des Kältemittels die Kühlleistung abnimmt und die Gefahr eines Kompressorschadens besteht. Gleiches gilt für zu viel Feuchtigkeit im Klimasystem (siehe hierzu auch: auch „Warum muss eine Klimaanlage gewartet werden?“).
Des weiteren sind die Investitionskosten für Klima- Servicegeräte und -werkzeuge in den letzten Jahren stark zurückgegangen, so dass es mittlerweile für fast jede Werkstatt wirtschaftlich ist, Klima-Service und -Reparaturen anzubieten.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Umweltaspekt. Inzwischen ist jedem bewusst, dass das Entweichen von Kältemittel durch eine defekte (undichte) oder schlecht gewartete (überhöhter Kraftstoffverbrauch) Klimaanlage die Umwelt belastet.
Dies hat sowohl die Medien als auch die Industrie und Werkstätten dazu veranlasst, den Verbraucher umfassend aufzuklären.
Was geschieht bei einer alle zwei Jahre empfohlenen, umfangreichen Klima-Wartung?
- Das Kältemittel wird abgesaugt.
- Der Filter-Trockner wird gewechselt (alle zwei Jahre).
- Feuchtigkeit wird mit einer Vakuumpumpe aus dem System entfernt.
- Es findet eine Sichtprüfung aller Bauteile sowie eine Überprüfung der Verbindungs- und Antriebselemente als auch der Verkabelung und der Bedienelemente statt.
- Die Klimaanlage wird mit der vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Menge an Kältemittel neu befüllt.
- Der Innenraumfilter wird überprüft/ausgewechselt (jährlich bzw. alle 15.000 km).
- Es wird eine Funktions- und Dichtigkeitsprüfung des gesamten Systems durchgeführt.
- Die Ergebnisse der einzelnen Prüfschritte werden dokumentiert.
Wie lange dauert eine Klima-Wartung?
- Ein normaler Klima-Service dauert im Regelfall ungefähr eine Stunde.
Der Service an einem Klimasystem, das keine Defekte aufweist und auch nicht vom Kunden beanstandet wurde, dauert rund eine Stunde.
Wie viel kostet die Wartung meiner Klimaanlage?
- Die Kosten sind abhängig vom Land, der jeweiligen Region und des örtlichen Wettbewerbs.
Darüber hinaus obliegt es der Werkstatt, unter ihren wirtschaftlichen Gesichtspunkten (Stundensatz usw.) einen wettbewerbsfähigen Preis zu ermitteln.
Warum steigt die Bedeutung einer regelmäßigen Klima-Wartung bei Elektro- und Hybridfahrzeugen?
Die Temperierung von Batterie, Leistungselektronik und E-Motor spielt in diesem Zusammenhang eine genauso wichtige Rolle wie das Heizen und Kühlen des Fahrzeuginnenraums. Komponenten der Klimatisierung werden auch bei diesen Antriebsformen benötigt – wobei deren Bedeutung sogar noch zunimmt, da die Klimaanlage oftmals direkt oder indirekt Einfluss auf die Kühlung der Batterien und Elektronik hat.
Es ist unbedingt erforderlich, dass die verwendeten Batterien in einem bestimmten Temperaturfenster betrieben werden. Ab einer Betriebstemperatur von +40 °C verringert sich die Lebensdauer, während unterhalb von 0 °C der Wirkungsgrad nachlässt und die Leistung sinkt. Darüber hinaus darf der Temperaturunterschied zwischen den einzelnen Zellen einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Das Thema Klima- Wartung wird somit künftig eine noch wichtigere Rolle spielen.
Woher kommt der muffige Geruch im Fahrzeug?
- Ursache kann ein überalterter Innenraumfilter und/oder ein verunreinigter Verdampfer sein.
Die vom Innenraumfilter zurückgehaltenen Schmutzpartikel reagieren im Laufe der Zeit mit der Luftfeuchtigkeit. Bei Überalterung des Filters kann dies auch zu einer Geruchsentwicklung führen. Durch sich am Verdampfer angesiedelte Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen können muffige Gerüche entstehen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden.
Ein regelmäßiger Austausch des Innenraumfilters und eine regelmäßige Desinfektion des Verdampfers beseitigen dieses Problem bzw. lassen es erst gar nicht entstehen.
Weitere Informationen finden Sie in den Abschnitten „Warum soll die Klimaanlage regelmäßig desinfiziert werden?“ und „Warum ist es notwendig, dass der Innenraumfilter...?“.
Warum beschlagen meine Scheiben? Wie kann ich dies verhindern?
- Der Beschlag an den Scheiben ist nichts weiter als Feuchtigkeit aus der Luft, die sich
dort absetzt – Abhilfe schafft hier der gezielte Einsatz der Klimaanlage.
In der nassen, kalten Jahreszeit ist die Luft generell feucht und durch Kleidung, feuchte Schuhe und Jacken bringen wir immer wieder Feuchtigkeit in den Innenraum des Fahrzeugs. Verstärkt wird dies noch durch den menschlichen Atem. Achten Sie auch auf die Fußmatten! Hier „steht“ häufig ein kleiner See, der das Beschlagen der Scheiben begünstigt.
Die Klimaanlage trocknet die Luft im Innenraum und so werden auch die Scheiben schnell wieder frei. Noch schneller geht dies, wenn am Anfang der Umluftbetrieb gewählt wird.
Hierzu sind lediglich wenige Handgriffe nötig:
- Klimaanlage einschalten.
- Luftstrom ausschließlich auf die Windschutzscheibe richten.
- Umlufttaste betätigen (bei einigen Fahrzeugen ist diese Funktion zusammen mit Punkt 2 nicht möglich – weiter mit Punkt 4).
- Gebläse und Heizung auf die höchste Stufe stellen.
(Umluftbetrieb nach kurzer Zeit wieder ausschalten und Gebläseschalter auf mittlere Stufe stellen.)
Achtung! Bei einigen Modellen verschiedener Hersteller schaltet die Klimaautomatik das System automatisch ab, wenn die Außentemperatur unter +4 °C sinkt.
Warum sollte die Klimaanlage nicht nur im Sommer genutzt werden?
- Damit der Scheibenbeschlag schneller beseitigt wird.
- Für ein gesundes Raumklima.
- Um sicherzustellen, dass die Anlage im Frühjahr auch noch funktioniert.
Beschlagene Scheiben stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Beim Heizungsbetrieb mit eingeschalteter Klimaanlage wird die Luft nicht nur erwärmt, sondern gleichzeitig auch getrocknet (unter „Warum beschlagen meine Scheiben?“ wird näher darauf eingegangen). Dies trägt zu einem gesünderen Raumklima bei.
Um zu gewährleisten, dass der Klimakompressor stets mit Öl versorgt wird und die Dichtungen im gesamten System nicht austrocknen, muss die Klimaanlage auch im Winter jede Woche für einige Minuten betrieben werden. Dies trägt auch dazu bei, dass man im Frühjahr nicht „plötzlich“ den Ausfall der Klimaanlage feststellt.
Wie viel zusätzlichen Kraftstoff verbraucht die Klimaanlage?
- Der Mehrverbrauch ist von vielen Faktoren abhängig und kann bis zu zehn Prozent betragen.
Der zusätzliche Kraftstoffverbrauch ist abhängig von der Art des Klimasystems, dem Betriebszustand des Fahrzeugs, der Außentemperatur und den Nutzungsgewohnheiten des Fahrers. Ein weiteres Kriterium ist der Pflege- und Wartungszustand der Klimaanlage. Die Entwicklung im Automobilbau hat auch hier sehr große Fortschritte gemacht. Es gibt Klimasysteme mit geregelten oder selbstregelnden Kompressoren, welchen je nach Betriebszustand nicht immer die volle Leistung abverlangt wird. Viele Klimaanlagen besitzen mittlerweile eine automatische Temperaturregelung bzw. eine vollautomatische Steuerung der Temperatur und Lüftungsklappen. Diese Weiterentwicklungen tragen erheblich dazu bei, den Mehrverbrauch an Kraftstoff so gering wie möglich zu halten. Im Stadtverkehr ist der Mehrverbrauch etwas höher als bei Autobahn- oder Überlandfahrten. Mit zunehmender Außentemperatur wird von der Klimaanlage mehr Kälteleistung gefordert, was natürlich auch zu mehr Kraftstoffverbrauch führt. Wer seine Klimaanlage vom Antritt der Fahrt bis zum Ziel durchgehend betreibt, verbraucht mehr Kraftstoff als nötig. Durch den „Nachkühlungseffekt“ kann die Klimaanlage auch schon einige Kilometer vor dem Ziel abgeschaltet werden (siehe hierzu auch „Wie setze ich meine Klimaanlage am effektivsten ein?“). Schlecht oder nicht gewartete Anlagen führen manchmal auch zu der Kundenaussage „Der Kraftstoffverbrauch ist gestiegen“. Bei fehlendem Kältemittel wird die Kälteleistung der Klimaanlage aufrechterhalten, indem der Kompressor öfter und länger als normal läuft. Dies erhöht natürlich auch den Verbrauch. In der Regel beträgt der Mehrverbrauch an Kraftstoff durch den Betrieb der Klimaanlage 5 –10 Prozent. Dieser ist jedoch relativ, da Fahrzeuge ohne Klimaanlage bei hohen Außentemperaturen zumeist mit geöffneten Fenstern und Schiebedach betrieben werden und sich durch den höheren Luftwiderstand ein annähernd gleicher Mehrverbrauch ergibt.
Wie hoch sind die Kosten, die durch einen Ausfall der Klimaanlage entstehen können?
- Bei einem Totalausfall der Klimaanlage (z. B. Kompressorschaden) sind Reparaturkosten von 1.000 Euro keine Seltenheit.
Die Höhe der Reparaturkosten ist natürlich sehr stark abhängig von der Art des Defektes, dem Fahrzeugtyp und der Ausführung der Klimaanlage. Der Austausch eines mechanisch beschädigten Klimakompressors bedingt z. B. das Auswechseln des Filter-Trockners und des Expansions-/ Drosselventils.
Damit nach einem mechanischen Defekt eines Klimakompressors alle Verunreinigungen entfernt werden, muss dieses komplett „gespült“ werden. Andernfalls kann nicht gewährleistet werden, dass es nach der Reparatur nicht zu einem erneuten Ausfall kommt.
Der Austausch eines Verdampfers ist je nach Fahrzeugtyp mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden (Demontage der Armaturentafel) und kann ebenfalls einen Betrag von 1.000 Euro schnell erreichen.
Wie merke ich, dass mit meiner Klimaanlage etwas nicht in Ordnung ist?
- Mangelhafte Kälteleistung.
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch.
- Geräuschentwicklung.
- Scheibenbeschlag.
- Geruchsentwicklung.
Oben genannte Punkte können als Anzeichen einer nicht ordnungsgemäß gewarteten oder funktionierenden Klimaanlage gewertet werden. Fehlendes Kältemittel kann eine Ursache für mangelhafte Kälteleistung sein (siehe auch „Warum muss eine Klimaanlage gewartet werden?“).
Erhöhter Kraftstoffverbrauch kann durch zu häufiges und zu langes Einschalten des Klimakompressors hervorgerufen werden (siehe auch „Wie viel zusätzlichen Kraftstoff verbraucht die Klimaanlage?“). Geräusche, die nur bei eingeschalteter Klimaanlage wahrzunehmen sind, werden meistens vom Kompressor oder dem Expansionsventil verursacht.
Permanenter Scheibenbeschlag ist oftmals ein Anzeichen für einen verschmutzten Innenraumfilter (siehe auch „Warum beschlagen meine Scheiben?“).
Muffige Gerüche können durch am Verdampfer angesiedelte Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden. Auch ein überalterter Innenraumfilter kommt als Ursache in Betracht (siehe auch „Warum soll die Klimaanlage regelmäßig desinfiziert werden?“ und „Warum ist es notwendig, dass der Innenraumfilter...?“). Um Folgeschäden zu vermeiden, sollte die Klimaanlage umgehend durch einen Fachbetrieb überprüft werden.
Wie kann Kältemittel aus der Klimaanlage (ein geschlossenes System) entweichen?
- Durch Schläuche und Verbindungen der Systemkomponenten.
Durch die im Klimasystem vorhandenen Schläuche und der mit Dichtungen versehenen Systemkomponenten kann ein geringer Teil des Kältemittels durch „natürliche Verdunstung“ entweichen. Dies können jährlich bis zu zehn Prozent der Gesamtmenge sein.
Eine hundertprozentige Abdichtung ist aufgrund der Anforderungen (flexible Leitungen, Materialauswahl) in Kraftfahrzeugen nicht möglich.
Warum darf eine undichte Klimaanlage nicht einfach wieder befüllt werden?
- Austretendes Kältemittel schädigt die Umwelt.
- Gesetzgeber fordert eine Überprüfung.
- Werkstatt macht sich strafbar.
Wenn seitens der Werkstatt der Verdacht besteht, dass das Klimasystem undicht ist, darf es nicht einfach wieder neu befüllt werden. Das neu befüllte Kältemittel könnte sofort wieder entweichen.
Der Gesetzgeber fordert aus Gründen des Umweltschutzes eine vorherige Dichtigkeitsprüfung und ggf. Beseitigung der Mängel. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung bzw. Reparatur darf die Werkstatt das System neu befüllen. Andernfalls macht sie sich strafbar, was erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Ist austretendes Kältemittel im Fahrzeuginnenraum gesundheitsschädlich?
- Gesundheitliche Schäden sind so gut wie auszuschließen.
Gesundheitliche Schäden durch austretendes Kältemittel in den Fahrzeuginnenraum sind sehr unwahrscheinlich. Sollte durch eine Undichtigkeit (z. B. Verdampfer) Kältemittel in den Innenraum gelangen, so geschieht dies in der Regel langsam. Durch einen ständigen Frischluftaustausch ist die Kältemittelkonzentration (Vol. %) im Fahrzeuginnenraum bei einer Undichtigkeit eher als gering einzustufen.
Einzig in extrem seltenen Situationen wie Fahrzeug wurde längere Zeit mit Umluft betrieben und Kältemittel tritt schlagartig aus, sind gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Sauerstoffmangel nicht gänzlich auszuschließen.
Wie setze ich meine Klimaanlage im Sommer am effektivsten ein?
- Im Schatten parken.
- Vor der Fahrt: Türen kurze Zeit geöffnet lassen.
- Bei Fahrtantritt: Klimaanlage und Lüftung auf Maximum.
- Die ersten Minuten mit geöffneten Fenstern und Schiebedach fahren.
- Innenraumtemperatur sollte 22 °C nicht unterschreiten.
An sonnigen Tagen sollte das Fahrzeug nach Möglichkeit im Schatten geparkt werden. Die Innenraumtemperatur kann sonst bis zu 60 °C ansteigen. Um den Hitzestau im Fahrzeug zu beseitigen, sollten vor dem Einstieg ins Fahrzeug die Türen für kurze Zeit geöffnet bleiben.
Um eine möglichst rasche Abkühlung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Klimaanlage mit voller Kälteleistung und den Innenraumlüfter auf höchster Stufe zu betreiben. Hierbei muss der Luftstrom nicht direkt auf die Passagiere gerichtet werden.
Ein kurzzeitiger Umluftbetrieb beschleunigt die Abkühlung. Das Öffnen der Fenster oder des Schiebedachs in den ersten Minuten nach Fahrtantritt bewirkt einen rascheren Luftaustausch und somit eine schnellere Abkühlung des Innenraums. Hierbei ist „Zugluft“ zu vermeiden. Aus gesundheitlichen Gründen sollte die Innenraumtemperatur 22 °C nicht unterschreiten.
Wie setze ich meine Klimaanlage im Winter am effektivsten ein?
- Klimaanlage einschalten.
- Luftstrom ausschließlich auf die Windschutzscheibe richten.
- Auf Umluft stellen (bei einigen Fahrzeugen ist diese Funktion zusammen mit Punkt 2 nicht möglich – weiter mit Punkt 4).
- Gebläse und Heizung auf die höchste Stufe stellen.
Für warme, entfeuchtete Luft und möglichst schnelle Beseitigung des Scheibenbeschlags, sollte die Klimaanlage vor Antritt der Fahrt eingeschaltet und der Luftstrom auf die Windschutzscheibe gerichtet werden. Um nicht noch zusätzlich feuchte Luft in den Fahrzeuginnenraum gelangen zu lassen, sollte vorübergehend auf Umluft gestellt werden. Es empfiehlt sich, das Innenraumgebläse und die Heizung auf höchster Stufe zu betreiben. Der Umluftbetrieb kann nach kurzer Zeit wieder ausgeschaltet werden.
In den meisten Fällen reicht es aus, das Innenraumgebläse nach Beseitigung des Scheibenbeschlags auf die mittlere Stufe einzustellen. Die Klimaanlage kann dann abgeschaltet werden.
Achtung! Bei einigen Modellen verschiedener Hersteller schaltet die Klimaautomatik das System automatisch ab, wenn die Außentemperatur unter +4 °C sinkt. Der Umluftbetrieb bei eingeschalteter Klimaanlage und auf die Windschutzscheibe gerichteten Luftstrom ist nicht bei jedem Fahrzeug möglich.
Was unterscheidet die Fahrzeugklimaanlage vom Kühlschrank?
- Mechanisch angetriebener Kompressor.
- Anzahl der Verbindungselemente.
- Flexible Schlauchleitungen anstatt starren Verbindungen.
- Wechselnde Betriebsbedingungen.
Die Fahrzeugklimaanlage arbeitet, ähnlich wie ein Kühlschrank im Haushalt, nach dem Prinzip einer Wärmepumpe. In beiden Fällen wird mit Hilfe eines Kompressors Kältemittel durch das geschlossene System gepumpt. Dieses entzieht dem zu kühlenden Innenraum Wärme und leitet sie nach außen ab. Im Gegensatz zum Kühlschrank, dessen Kompressor elektrisch angetrieben wird, erfolgt der Antrieb einer Klimaanlage im Fahrzeug mechanisch (Ausnahme: in Elektround Hybridfahrzugen ebenfalls elektrisch) über einen Keilriemen oder Rippenriemen.
Die einzelnen Bauteile des Kühlsystems liegen beim Kühlschrank dicht beieinander und sind meistens durch Kupferleitungen mit nur wenigen zu lösenden Verbindungselementen miteinander verbunden.
Im Fahrzeug hingegen sind die Leitungen wesentlich länger. Konstruktionsbedingt werden auch flexible Schlauchleitungen verwendet. Es gibt wesentlich mehr Verbindungselemente. Der Kältemittelverlust ist beim Kühlschrank sehr gering, da dieser stationär betrieben wird, sich die Betriebsbedingungen (Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Ein- und Ausschaltphasen) nur selten ändern und die Leitungen aus Metall bestehen.
Aufgrund des Leitungsmaterials und der wenigen Verbindungselemente gelangt Feuchtigkeit nur sehr geringfügig in das System. Darum ist es wartungsfrei, obwohl auch beim Kühlschrank oftmals ein Trockner-Element enthalten ist.